Wie ist ein Fetischclub aufgebaut?

Die meisten Clubs, die ich bisher besucht habe, haben eine Tanzfläche und separat davon Playrooms. Häufig gibt es einen Bereich nur für Paare und einen Bereich, der für alle zugänglich ist. Manchmal gibt es Räume, die man zu machen kann oder sogar zuschließen. In Fetischclubs geht es tendenziell etwas mehr in Richtung SM, Swingerclubs haben mehr Liegewiesen und häufig mehr Zimmer, die man zu machen kann. Aber immer gilt die Regel: wenn eine Tür zu ist, dann wollen die Leute ihre Ruhe haben. Liegt irgendwie auf der Hand und für Menschen, die schon länger in der Szene unterwegs sind ist das meist selbstverständlich. Neulinge sind da häufig sehr neugierig und müssen das noch lernen. Ein höflicher Hinweis, was eine geschlossene Tür bedeutet, reicht aber eigentlich immer aus.

Je nach Party ist der Dancefloor und der Barbereich nicht nur der Ort, an dem man am Leichtesten Kontakte knüpft, sondern auch der Grund weshalb es auf vielen solcher Partys sehr ungezwungen zugeht. Tanzen, Flirten und was trinken geht immer. Keiner muss in die Playrooms gehen und vor allem muss niemand irgendwie aktiv werden. Selbst in den Playrooms nicht.

In der Grande Opera sind die meisten Partys eher zum Tanzen und entspannten Feiern ausgelegt. Es gibt natürlich auch Partys bzw. Clubs, die einfach klar sexueller orientiert sind. In einem klassischen Swingerclub ist natürlich das Augenmerk etwas anders. Hängt meiner bescheidenen Meinung auch ein bisschen mit einem Preiskonzept zusammen. Wenn Männer und Frauen ungefähr den gleichen Eintritt zahlen (wie in der Grande), dann wird erstens anders selektiert bei den Männern und zweitens entsteht eine gewisse Erwartungshaltung. Wenn ein Mann 100€ aufwärts zahlt erwartet er sicher nicht nur nette Gespräche und wenn ich als Frau bei einer All Inclusive Party keinen Eintritt zahle, dann muss ich meinen Eintritt eben abarbeiten (ich weiß, die Einstellung ist krass, ich meine das ja auch nicht soooo ernst, aber es geht schon ein bisschen in die Richtung.)

 

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